Lotusphere Comes to You 2008 – Edcom München

Die diesjährige Lotusphere Comes to You 2008 war sehr gut besucht und die ersten Vorträge, die ich bisher gehört habe waren sehr vielversprechend. Die Keynote sprach nach der Eröffnungssession von Volker Weber und Otto Förg (Edcom), wie auch die letzten beiden Jahre, Ron Sebastian von IBM.

Die Neuerungen waren absolut cool. Gerade im Bereich Web 2.0, Social-Networks und Erweiterung bestehender Konzepte konnte die Keynote überzeugen. Sametime etwa bekommt Schnittstellen zu Telefonanlagen und kann auch zum Anruf-Routing verwendet werden. Ich hoffe, daß diese Funktionen auch auf den Nec Philips Anlagen benutzbar sind.

Trotz der vielen Ankündigungen und Neuerungen im letzten Jahr, war auch dieses Mal viel Neues zu sehen. Es waren v.a. keine “Zeichentischapplikationen”, die nur auf Papier bestehen, sonder bereits funktionierender Code, der in diesem Jahr ausgeliefert werden soll.

Composite Applications wurden von Niklas Heidloff (IBM) vorgestellt und zeigen ziemlich viel Potential zur Kombination verschiedener Anwendungen, Datenbanken und Lotus Notes. Mashup und Widgets halten Einzug in Lotus Notes. Viele der Neuerungen werden im Composite Applications Blog gepostet.
Es wurde u.a. gezeigt wie einfach es auch für den Anwender ist, in Lotus 8.0.1 Daten aus verschiedenen Ansichten, Anwendungen und Website zu verknüpfen. Die Anzeige der Adresse aus einem CRM System in Google Maps war da ein alter Hut. Es ist möglich über Texterkennung auch Aktienkurse, Flugpläne oder ähnliches mit einem Klick anzuzeigen.

Chip Carter sprach im Anschluß über die Neuerungen bei der Administration. Hier fielen vor allem die Möglichkeit der dynamischen Policies auf, die dann auch auf Gruppen angewendet werden können und sich dynamisch beim Gruppenwechsel ändern. Der ID Vault als Ersatz bzw. Ergänzung des ID Recovery verspricht einiges, allerdings ist diese Funktion erst in Domino 8.5 enthalten und war für die Vorführung noch nicht komplett verfügbar.

Die Session von Irene Ros (IBM) über “Worst and Best Practice in Domino Administration” zeigt das neue Tool DCT (Domino Config Tuner), das auch außerhalb von Domino Maintance Releases aktualisiert wird und die aktuelle Konfiguration nach veralteten Einträgen, fehlerhaften oder unsinnigen Einstellungen in der Notes.ini und der restlichen Konfiguration. Ich empfinde das als nur mäßig interessantes Tool. Klar verschiedene Tippfehler und veraltete Einträge werden gefunden, aber den Rest sollte ein Admin schon selbst im Griff haben. Ein neues Wiki wurde gezeigt, in dem Best Practice Tasks recherchiert werden können.

Die letzte Session, die ich besuchte, hielt dann Christian Holsing (IBM) über die Integration von SAP in Lotus Notes. Die alten Techniken, wie LEI und NASs (Kommunikation über BAPI und RFC Schnittstellen) wurden gezeigt, aber auch Ausblicke auf die, von SAP und Lotus / IBM gemeinsam, entwickelte Applikation Atlantic.

Der Abschluß war ein Sechs-Gänge-Menü im Master’s Home München. Eine tolle Möglichkeit gut zu essen und mit Gleichgesinnten über Lotus Notes / Domino fachzusimpeln.

Menü

  1. Kalbfleisch mit Thunfischsoße
  2. Steinpilzsoufflet
  3. Tortellini mit Trüffelfüllung
  4. Rotbarsch mit Kartoffel-Karottenpüree
  5. Hirschrücken mit Bratkartoffeln
  6. Heidelbeer-Masquarpone-Creme mit Erdbeeren und Heidelbeeren in Schokomuffin

Der erste Tag war also wie erwartet gut und übertraf sogar meine Erwartungen. Ich habe viele neue Ideen präsentiert bekommen und hoffe daß ich einiges davon auch umsetzen kann.

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